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OQM im Unternehmen: So gelingt ein wertebasiertes Qualitätsmanagement

In einer Zeit, in der Unternehmen nicht nur nach Profit streben, sondern auch nach Sinn und nachhaltiger Wirkung, wird ein wertebasiertes Qualitätsmanagement immer wichtiger. Das Organische Qualitätsmanagement (OQM) bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der weit über traditionelle QM-Systeme hinausgeht und Werte, Menschen und Prozesse in Einklang bringt. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie mit OQM im Unternehmen nicht nur die Qualität Ihrer Produkte und Dienstleistungen verbessern, sondern auch eine lebendige, werteorientierte Unternehmenskultur entwickeln können.

Kurz und knapp: Wie OQM Ihr Qualitätsmanagement transformiert

  1. Traditionelles Qualitätsmanagement greift zu kurz – zu viel Bürokratie, zu wenig gelebte Qualität.
  2. OQM stellt den Menschen in den Mittelpunkt – mit Werten, Dialog und echter Beteiligung.
  3. Prozesse werden gemeinsam gestaltet – nicht verordnet, sondern von innen heraus entwickelt.
  4. Qualität wird messbar gemacht – mit klaren KPIs im Qualitätsmanagementsystem (z. B. Fehlerrate, Mitarbeiterbindung).
  5. OQM stärkt Unternehmenskultur & Resilienz – für nachhaltigen Erfolg über alle Branchen hinweg.

Warum traditionelles Qualitätsmanagement oft zu kurz greift

Vielleicht kennen Sie das: Qualitätsmanagement wird in vielen Organisationen als notwendiges Übel betrachtet. Dicke Handbücher, starre Prozesse und Dokumentationspflichten, die mehr belasten als unterstützen. Mitarbeiter fühlen sich durch Kontrollen eingeengt, statt befähigt. Die Folge: Das QM-System wird zur bürokratischen Hülle, die kaum Bezug zur gelebten Realität im Unternehmen hat.

OQM im Unternehmen: Der ganzheitliche Ansatz für nachhaltiges Qualitätsmanagement

Das Organische Qualitätsmanagement (OQM) setzt genau hier an. Es versteht das Unternehmen als lebendigen Organismus, in dem alle Teile miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Ähnlich wie in der Natur, wo gesundes Wachstum nur möglich ist, wenn alle Elemente im Gleichgewicht sind.

Im Kern des OQM-Ansatzes steht der Dialog: zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, zwischen verschiedenen Abteilungen und mit externen Stakeholdern. Dieser dialogische Ansatz sorgt dafür, dass Qualität nicht von oben verordnet, sondern gemeinsam entwickelt und gelebt wird.

Die fünf Säulen eines wertebasierten Qualitätsmanagements

Werteorientierung als Fundament
Ein wirksames Qualitätsmanagement beginnt mit der Frage nach dem WARUM. Welche Werte leiten Ihr Unternehmen? Welchen Beitrag möchten Sie leisten? Diese Werte bilden den Kompass für alle Entscheidungen und Prozesse.

Menschen im Mittelpunkt
Mitarbeiter sind keine Ressourcen, sondern Menschen mit individuellen Stärken und Potentialen. OQM setzt auf Beteiligung, Entwicklung und Wertschätzung.

Prozesse als Unterstützung, nicht als Selbstzweck
Prozesse sollten den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Sie sollten Klarheit schaffen und Arbeit erleichtern, statt zusätzliche Bürokratie zu erzeugen.

Kontinuierliches Lernen statt starrer Vorgaben
In einer komplexen, sich schnell verändernden Welt ist die Fähigkeit zu lernen und sich anzupassen entscheidend. OQM im Unternehmen fördert eine Kultur des kontinuierlichen Lernens.

Ganzheitliche Betrachtung aller Dimensionen
Qualität umfasst mehr als nur technische Perfektion. Sie betrifft auch die Beziehungsqualität, die ökologische Nachhaltigkeit und den gesellschaftlichen Beitrag.

OQM im Unternehmen

Wie Sie OQM im Unternehmen implementieren können

Die Einführung eines wertebasierten Qualitätsmanagements ist kein Projekt mit festem Ende, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Hier sind konkrete Schritte, die Ihnen helfen, OQM im Unternehmen zu verankern:

1. Werteklärung und Vision entwickeln

Beginnen Sie mit der Klärung Ihrer Unternehmenswerte und Vision. Was ist Ihr tieferer Zweck jenseits von Gewinnmaximierung? Welche Werte sind Ihnen wichtig? Diese Fragen sollten nicht im stillen Kämmerlein beantwortet, sondern im Dialog mit allen Beteiligten geklärt werden.

Der Naturkosmetikhersteller Weleda hat beispielsweise seine anthroposophischen Wurzeln und sein Verständnis von Mensch und Natur zum Kern seiner Unternehmensphilosophie gemacht. Diese Werte spiegeln sich in allen Aspekten des Unternehmens wider – von der Produktentwicklung bis zum Umgang mit Mitarbeitern und Lieferanten.

2. Standortbestimmung durchführen

Bevor Sie Veränderungen anstoßen, ist es wichtig zu verstehen, wo Sie aktuell stehen. Eine strukturierte Mitarbeiterbefragung kann wertvolle Einblicke liefern und Handlungsfelder aufzeigen.

Das OQM-System bietet hierfür speziell entwickelte Befragungstools, die nicht nur Zufriedenheitswerte erfassen, sondern auch tiefere Einblicke in die Unternehmenskultur ermöglichen. Anders als bei herkömmlichen Befragungen werden dabei auch Werte, Sinnerleben und Potentialentfaltung berücksichtigt.

„Die OQM-Befragung hat uns die Augen geöffnet“, berichtet Susanne M., Personalentwicklerin in einem mittelständischen Dienstleistungsunternehmen. „Wir dachten, wir hätten ein Kommunikationsproblem, aber tatsächlich ging es um unterschiedliche Wertevorstellungen zwischen Führungskräften und Teams.“

3. Dialogräume schaffen

Qualitätsmanagement lebt vom Dialog. Schaffen Sie Räume und Formate, in denen ein echter Austausch stattfinden kann – über Hierarchieebenen und Abteilungsgrenzen hinweg.

Der Drogeriemarktgründer Götz Werner hat in seinem Unternehmen dm regelmäßige Dialogkonferenzen etabliert, bei denen Mitarbeiter aller Ebenen zusammenkommen, um über die Weiterentwicklung des Unternehmens zu sprechen. Diese Kultur des Dialogs hat maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen.

4. Führungskräfte als Kulturträger entwickeln

Führungskräfte prägen die Unternehmenskultur entscheidend mit. Investieren Sie in Ihre Führungskräfteentwicklung und vermitteln Sie einen werteorientierten Führungsstil.

„Die größte Herausforderung bei der Einführung von OQM war nicht die Methodik, sondern die Haltungsänderung bei unseren Führungskräften“, erklärt Thomas L., Organisationsentwickler in einem Industrieunternehmen. „Der Wechsel von einer Kontroll- zu einer Vertrauenskultur braucht Zeit und Unterstützung.“

5. Prozesse gemeinsam gestalten

Statt Prozesse von Experten entwickeln zu lassen und dann zu verordnen, setzen Sie auf Partizipation. Die Menschen, die täglich mit den Prozessen arbeiten, wissen oft am besten, was funktioniert und was nicht.

Der Outdoorhersteller Patagonia bezieht seine Mitarbeiter aktiv in die Gestaltung von Arbeitsprozessen ein. Das Ergebnis: hohe Identifikation, geringe Fluktuation und innovative Lösungen, die sowohl den Geschäftserfolg als auch die ökologische Mission des Unternehmens unterstützen.

6. Systematisches Feedback und kontinuierliche Verbesserung

Etablieren Sie eine Kultur des Feedbacks und der kontinuierlichen Verbesserung. Regelmäßige Reflexionsrunden, strukturierte Mitarbeitergespräche und ein wirksames Ideenmanagement können dazu beitragen.

Der Softwarehersteller Atlassian hat beispielsweise „ShipIt Days“ eingeführt – Zeiten, in denen Mitarbeiter an eigenen Projekten arbeiten und Verbesserungsideen entwickeln können. Viele Innovationen des Unternehmens sind aus diesen Freiräumen entstanden.

Die Wirkung von OQM im Unternehmen: Messbare Ergebnisse und tiefgreifende Transformation

Die Einführung eines wertebasierten Qualitätsmanagements wirkt sich auf verschiedenen Ebenen positiv aus:

Mitarbeiterebene:

  • Höhere Zufriedenheit und Engagement
  • Stärkeres Sinnerleben und Identifikation
  • Bessere Zusammenarbeit und weniger Konflikte
  • Geringere Fluktuation und weniger Krankheitstage

Prozessebene:

  • Weniger Fehler und Nacharbeit
  • Schnellere Anpassung an veränderte Anforderungen
  • Bessere Integration neuer Mitarbeiter
  • Wirksamere Innovationsprozesse

Kundenebene:

  • Höhere Kundenzufriedenheit und -bindung
  • Authentischere Kundenbeziehungen
  • Bessere Reputation und mehr Weiterempfehlungen
  • Stärkere Differenzierung im Markt

Unternehmensebene:

  • Nachhaltigerer wirtschaftlicher Erfolg
  • Höhere Resilienz in Krisenzeiten
  • Stärkere Anziehungskraft für Talente und Partner
  • Positivere gesellschaftliche Wirkung

„Seit wir OQM eingeführt haben, hat sich nicht nur unsere Produktqualität verbessert, sondern auch das gesamte Betriebsklima“, berichtet Michael F., Geschäftsführer eines Handwerksbetriebs. „Unsere Mitarbeiter bringen sich mehr ein, die Krankheitsquote ist gesunken, und wir bekommen deutlich mehr positive Rückmeldungen von Kunden.“

Messbare Erfolge: Wie Qualitätsmanagement durch OQM sichtbar wird

Ein zentrales Missverständnis rund um wertebasiertes Qualitätsmanagement ist, dass es sich nur schwer messen ließe. Doch gerade ein organisches Qualitätsmanagementsystem (OQM) zeigt, wie Werteorientierung, Prozesse und Qualitätsergebnisse messbar und vergleichbar gemacht werden können – und zwar kontinuierlich.

OQM im Unternhemen

Welche Kennzahlen lassen sich mit OQM im Unternehmen abbilden?

Ein professionelles Qualitätsmanagementsystem – sollte nicht nur auf die Zertifizierung zielen, sondern auch die tatsächliche Wirkung auf Prozesse und Menschen erfassen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Prozessbezogene KPIs wie Fehlerraten, Bearbeitungszeiten und Ablaufqualität
  • Mitarbeiterbezogene KPIs wie Fluktuation, Krankentage und Beteiligungsquote
  • Kundenbezogene KPIs wie Zufriedenheit, Reklamationsquote und Weiterempfehlungsrate
  • Kulturelle KPIs wie Werte-Übereinstimmung, Identifikation mit dem Unternehmen oder psychologische Sicherheit

In vielen Branchen ist es üblich, solche Kennzahlen im Rahmen klassischer ISO-9001-Audits zu erheben – doch OQM geht weiter: Es verknüpft diese Daten mit dem Wertefundament des Unternehmens und ermöglicht dadurch eine tiefere Interpretation der Ergebnisse.

Der Qualitätsmanager wird so nicht nur zum Prozess-Controller, sondern zum Kulturentwickler. Statt bloß formale Kriterien zu erfüllen, wird sichtbar, wie Werte wirken, wo Blockaden bestehen und wie sich das Unternehmen ganzheitlich entwickelt.

OQM im Unternehmen

Herausforderungen und wie Sie sie meistern

Die Einführung eines wertebasierten Qualitätsmanagements ist kein Spaziergang. Typische Herausforderungen sind:

Widerstand gegen Veränderung

Veränderung erzeugt oft Unsicherheit und Widerstand. Besonders wenn bisherige Strukturen und Machtpositionen in Frage gestellt werden, kann es zu Abwehrreaktionen kommen.

Lösungsansatz: Beziehen Sie alle Betroffenen frühzeitig ein. Schaffen Sie Verständnis für die Notwendigkeit der Veränderung und zeigen Sie die Vorteile für alle Beteiligten auf. Geben Sie Zeit für Anpassung und würdigen Sie das Bestehende, bevor Sie Neues einführen.

Tipps wie sie die Kultur in ihrem Unternehmen Stück für Stück verändern können, finden Sie in meinem Artikel: Klicke hier

Zeitdruck und Ressourcenknappheit

Im hektischen Tagesgeschäft fehlt oft die Zeit für tiefgreifende Entwicklungsprozesse. Kurzfristige Ergebniszwänge können langfristige Entwicklungen behindern.

Lösungsansatz: Integrieren Sie OQM in bestehende Prozesse, statt es als zusätzliches Projekt zu behandeln. Setzen Sie realistische Zwischenziele und feiern Sie Erfolge. Zeigen Sie den ROI von Investitionen in Unternehmenskultur und Mitarbeiterentwicklung auf.

Fehlende methodische Kompetenz

Viele Unternehmen verfügen nicht über die nötige Expertise für die Einführung eines wertebasierten Qualitätsmanagements.

Das Zusammenspiel von OQM mit anderen Managementansätzen

OQM im Unternehmen ist kein isolierter Ansatz, sondern lässt sich gut mit anderen Management-Konzepten verbinden:

OQM und agile Methoden

Agile Methoden mit OQM im Unternehmen den Fokus auf Selbstorganisation, kontinuierliche Verbesserung und kundenorientierte Wertschöpfung. OQM kann den agilen Ansätzen eine tiefere Wertebasis und kulturelle Verankerung geben.

OQM und systemische Organisationsentwicklung

Die systemische Organisationsentwicklung betrachtet Unternehmen als komplexe Systeme mit eigener Dynamik. OQM ergänzt diesen Ansatz durch den Fokus auf Werte und dialogische Prozesse.

Ihr nächster Schritt zu einem wertebasierten Qualitätsmanagement

Wertebasiertes Qualitätsmanagement ist kein Luxus für gute Zeiten, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor in einer zunehmend komplexen und anspruchsvollen Geschäftswelt. OQM bietet einen praxiserprobten Rahmen, um Qualität, Werte und menschliche Entwicklung in Einklang zu bringen.

Wie könnten die ersten Schritte in Ihrem Unternehmen aussehen?

  1. Reflexion: Wo steht Ihr Unternehmen aktuell? Welche Werte leben Sie? Wie wirksam ist Ihr aktuelles Qualitätsmanagement?
  2. Dialog: Beginnen Sie Gespräche mit Ihren Führungskräften und Mitarbeitern über Ihre Werte und Vision. Was macht Sie als Organisation besonders? Welchen Beitrag möchten Sie leisten?
  3. Analyse: Führen Sie eine strukturierte Befragung durch, um ein klares Bild der aktuellen Situation zu gewinnen und Handlungsfelder zu identifizieren.
  4. Handeln: Setzen Sie konkrete Maßnahmen um, beginnend mit den Bereichen, die den größten Hebel für positive Veränderung bieten.

Ein wertebasiertes Qualitätsmanagement ist kein Sprint, sondern ein Marathon – oder besser: eine fortwährende Reise. Aber es ist eine Reise, die sich lohnt. Für Ihre Kunden, Ihre Mitarbeiter und letztlich für den nachhaltigen Erfolg Ihres Unternehmens.

Ihr Weg zu einem lebendigen, wertebasierten Qualitätsmanagement beginnt jetzt

Welcher Aspekt des Organischen Qualitätsmanagements spricht Sie am meisten an? Die Werteorientierung, der Fokus auf Menschen, der dialogische Ansatz oder vielleicht die ganzheitliche Betrachtung aller Dimensionen?

Wir würden uns freuen, Ihre Gedanken und Fragen in einem persönlichen Gespräch zu vertiefen. Als erfahrene Begleiter für Organisationsentwicklung und wertebasiertes Qualitätsmanagement unterstützen wir Sie dabei, OQM im Unternehmen zum Leben zu erwecken – maßgeschneidert für Ihre spezifische Situation und Kultur.

Vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch, in dem wir gemeinsam erkunden, wie OQM im Unternehmen auf dem Weg zu mehr Qualität, Sinn und nachhaltigem Erfolg unterstützen kann. Wir freuen uns darauf, Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.